Jan 26, 2024

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Nachhaltiges Haus

Das musst du über Zisternen wissen

Zisternen erfreuen sich als intelligente Lösung für die Nutzung von Regenwasser wachsender Beliebtheit. Dieser Ratgeber erklärt alles Wichtige: von Funktionsweise über Typen, Größe und Kosten bis hin zu Einbau, Pumpen und Reinigung. So erhältst du das nötige Basiswissen, um abzuschätzen, ob sich eine Zisterne auch für dich lohnt.

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Was ist eine Zisterne?

Eine Zisterne ist ein unter- oder oberirdischer Wasserspeicher, der Regenwasser auffängt und speichert. Typischer Standort für eine Zisterne ist ein geschützter Bereich im Garten, möglichst nahe bei den Fallrohren, damit das gesammelte Wasser mit geringem Aufwand zugeleitet werden kann.

Das gesammelte Regenwasser kann anschließend als Ersatz für teures Trinkwasser in Form von Brauchwasser genutzt werden - etwa für die Toilettenspülung, zum Wäschewaschen oder zur Bewässerung deines Gartens. Viele Zisternenbesitzer legen sich eine Zisterne zu, um durch das Auffangen von Regenwasser den Trinkwasserverbrauch und die Abwassermenge in ihrem Haushalt deutlich zu reduzieren. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

Bevor du dich für eine Zisterne entscheidest, solltest du dir überlegen, wofür und in welchem Umfang du das Regenwasser nutzen möchtest. Auch die örtlichen Gegebenheiten auf deinem Grundstück spielen eine Rolle, z.B. die Dachfläche und die Möglichkeiten der Zisternenplatzierung.

Wie funktionieren Zisternen?

Das Herzstück jeder Zisterne ist der Wasserspeicher, also der Behälter, in dem das Regenwasser gesammelt wird. Bei Kunststoffzisternen ist dies der Kunststofftank, bei Betonzisternen entsprechend ein Stahlbetonbehälter. Über Fallrohre wird das Dachwasser in die Zisterne geleitet. Damit keine Verschmutzungen eingespült werden, befindet sich oft ein Filter zwischen Fallrohr und Zulauf. Für die reine Gartenverwendung reicht hier schon ein einfaches Kunststoffsieb aus um die größten Schmutzteilchen herauszufiltern.

In der Zisterne sollte sich auch ein Überlauf befinden, der überschüssiges Wasser bei Volllaufen in die Kanalisation abführt. Ein wichtiges Element ist außerdem die Entnahmevorrichtung, üblicherweise eine Tauchpumpe, über die das gespeicherte Regenwasser zur weiteren Nutzung abgepumpt wird. Eine Abdeckung verhindert das Eindringen von Schmutz und Licht, welches Algenwachstum triggern und das gereinigte Wasser verunreinigen könnte.

Weitere häufige Ausstattungsmerkmale sind ein Ablasshahn zur Reinigung oder Entleerung sowie ein Pegelmesser, um den Füllstand der Zisterne abzulesen.

Eine klassische Zisterne in der Erde eingebaut.

Welche Zisternenarten gibt es?

Bei der Wahl einer Zisterne hast du grundsätzlich die Auswahl zwischen Kunststoff- und Betonzisternen. Jeder Typ hat seine Besonderheiten:

Kunststoffzisternen eignen sich besonders für den unterirdischen Einbau und kleinere Grundstücke. Sie kommen meist in Standardformen daher und lassen sich einfach und kostengünstig installieren. Auch der Transport in den Garten und die Verlegung im Erdreich sind vergleichsweise unkompliziert.

Betonzisternen sind robuster und für größere Wassermengen geeignet. Sie haben eine längere Lebensdauer und sind dahingegen aus ökologischer Sicht sinnvoller. Zudem lassen sich Betonzisternen als Unikate millimetergenau für den Standort anfertigen. Nachteil ist der aufwendige Transport und die damit verbunden hohen Montagekosten.

Die Entscheidung hängt immer vom Einzelfall ab - von den Gegebenheiten über die gebrauchte Menge bis zum Budget. Aufgrund der geringeren Kosten ist die Kunststoffzisterne jedoch die häufigste verbaute Art.

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Wie groß sollte eine Zisterne sein?

Bei der Berechnung der Zisternengröße spielen 4 Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Zur Verfügung stehende Fläche für den Einbau
  • Größe der Dachfläche
  • Niederschlagsmenge in deiner Region
  • Nutzung des Regenwassers 

Im ersten Schritt ist es ratsam, den tatsächlichen Wasserverbrauch für die Nutzung als Brauchwasser möglichst genau zu ermitteln. Lege fest wofür du das gesammelte Regenwasser nutzen möchtest und berechne wie viel Liter Wasser du durchschnittlich jeden Monat für z.B. für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung aufwendest. So erhältst du deinen individuellen Bedarf.

Ziehe als nächstes die durchschnittlichen Niederschlagsmengen in deiner Region und deine Dachfläche von der das Regenwasser gesammelt wir bei der Zisternengröße in Betracht. Eine Fläche von 25 m2 entsprechen etwa 1000 Liter Volumen. Anhand dieser beiden Faktoren lässt sich das optimale Liter Fassungsvermögen berechnen. Es sollte einerseits deinen Wasserbedarf möglichst vollständig abdecken können. Andererseits gilt es aber auch, ein überdimensioniertes Volumen zu vermeiden, da dieses die Kosten unnötig in die Höhe treibt. Mithilfe von Online-Tools oder der Beratung durch Experten findest du die passende Größe.

Was kostet eine Zisterne?

Die Kosten für eine Zisterne variieren je nach Größe, Material und Aufwand. Der größte Kostenpunkt ist die Zisterne selbst, wobei Kunststoffzisternen preisgünstiger als Betonzisternen sind. Weitere Kosten, die auf dich zukommen, ist der Aushub der Erde in dem die Zisterne verbaut wird, sowie das Verlegen der Anschlussleitungen und gegebenenfalls eine Umschließung oder Abdeckung. Auch eine leistungsstarke Pumpe, Filter, Überläufe etc. machen einen gewissen Anteil aus.

Beispielrechnung:

Kunststoffzisterne 6.000 Liter: 1.500 - 2.250€

Aushub + Entsorgung: 500 - 800€

Einbau, Verlegung der Leitungen:   1.250 - 1.300€

Pumpe, Filter, Zubehör: 600 - 800€

Gesamtsumme: 3.850 - 5.150€

Die Amortisationsdauer liegt in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren für eine Zisterne.

Die Reinigung einer Regenwasserzisterne mit Leiter und Hochdruckreiniger.

Zisternen in Auftrag geben: Checkliste

✅ Ermittlung des Wasserbedarfs:

Ermittle deinen tatsächlichen Wasserbedarf für die geplante Nutzung der Zisterne. Kalkuliere auch benötigte Reserven für trockenere Perioden ein. Anhand dieser Daten kannst du dann die optimale Zisternengröße berechnen.

✅ Standort festlegen:

Der Standort der Zisterne sollte gut zugänglich und möglichst nahe an deinen Wasserentnahmestellen wie dem Außenhahn oder der Toilette liegen. Beachte außerdem die örtlichen Gegebenheiten auf deinem Grundstück, etwa vorhandene Leitungen oder Gefälle.

✅ Zisternengröße und Material bestimmen:

Anhand deines ermittelten Wasserbedarfs und unter Berücksichtigung der Standortfaktoren kannst du die passende Zisternengröße festlegen.

✅ Angebote einholen:

Lass dir von mehreren Fachfirmen Konkurrenznagebote erstellen. Vergleiche die Angebote genau hinsichtlich Preis, Leistungsumfang, Referenzen etc. So findest du das passende Gesamtpaket.

✅ Zisterne in Auftrag geben:

Beauftrage die Firma, die das optimale Angebot für dich geschnürt hat. Fixiere alle Details wie Lieferung, Zeitplan, Zahlungsmodalitäten etc. vertraglich, bevor du den Auftrag erteilst.

Ziehe bei all deinen Überlegungen auch unbedingt eine Fachfirma oder Beratung hinzu um dich abzusichern.

Welche Pumpe für eine Zisterne?

Für Zisternen gibt es zwei Arten von die man unterscheidet. Saugpumpen und Tauschpumpen. Für die häufigsten Anwendungen haben sich selbstansaugende Tauchpumpen bewährt. Sie befinden sich direkt im Wasserspeicher der Zisterne. Dies hat den Vorteil, dass bei wechselnden Wasserständen dennoch immer genug Fördervolumen zur Verfügung steht. Moderne Regenwassernutzungsanlagen arbeiten mit Druckschalter und Druckbehälter, sodass die Pumpe nur bei tatsächlichem Wasserbedarf in Betrieb ist.

Bei der Wahl der Pumpenleistung solltest du deinen maximalen Bedarf an Wasser pro Stunde zugrunde legen. Für den normalen Hausgebrauch reichen meist 500 bis 1.000 Liter pro Stunde. Die Pumpe sollte zudem über Trockenlaufschutz verfügen, falls mal kein Wasser mehr in der Zisterne ist. Achte auch auf eine hohe Förderhöhe von 8 Metern und mehr. Qualitativ gute und speziell für Zisternen entwickelte Tauchpumpen beginnen preislich bei etwa 250 Euro.

Wie reinigt man eine Zisterne?

Damit die Wasserqualität in der Zisterne dauerhaft erhalten bleibt, ist eine gelegentliche Reinigung unverzichtbar. In der Regel reicht es aus, diesen Vorgang nur alle 5 bis 10 Jahre durchzuführen. Zwischenzeitlich bildet sich zwar eine Sedimentschicht auf dem Boden, doch die darin befindlichen Mikroorganismen tragen zur Wasserreinigung bei.

Für die Reinigung gibt es im Wesentlichen drei Schritte:

  • Um die Zisterne zunächst leer zu pumpen lässt man den Füllstand bis auf etwa 30 Zentimeter absinken. Das restliche Wasser inklusive der Sedimente am Boden wird dann mittels einer Schmutzwasserpumpe abgepumpt.
  • Nun kann das Innere betreten und der Bodenschlamm mit Schaufel und Eimer entfernt werden. Dieser eignet sich gut als Dünger.
  • Zum Schluss die Innenwände und den Boden mit einem Hochdruckreiniger gründlich säubern sowie die Zuläufe durchspülen. Das Schmutzwasser wird wiederum abgepumpt. Wichtig ist außerdem, in regelmäßigen Abständen die Filter der Zisterne zu warten, um die Wasserqualität sicherzustellen. 

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an team@homerockr.com. Du möchtest in Zukunft bei allen Instandhaltungsaufgaben rund um dein Haus den Überblick behalten? Dann melde dich gleich zu unsere Homerockr App an.

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Häufig gestellte Fragen

01.

Was sind Zisternen?

Zisternen sind unterirdische Wasserspeicher, in denen Regenwasser gesammelt und zwischengespeichert wird.

02.

Was kostet eine Zisterne?

Die Kosten für eine Zisterne inklusive Einbau belaufen sich etwa zwischen 2.000 und 10.000 Euro, abhängig von Größe und Ausstattung.

03.

Wer baut Zisternen ein?

Der fachgerechte Einbau von Zisternen sollte ausschließlich durch qualifizierte Fachfirmen erfolgen, die auf solche Projekte spezialisiert sind.

03.

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04.

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How Much Does Finanzo Charge For It’s Payment Service?

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