5) Rdinscos Feuchtigkeitsmessgerät
Das RDINSCOS ist ein typisches kapazitives Feuchtigkeitsmessgerät für den Einstiegsbereich. Es verwendet ebenfalls einen Kugelsensor für die zerstörungsfreie Messung und ist primär für Heimwerker konzipiert, die schnelle Prüfungen in Haus und Wohnung durchführen möchten.
Vorteile:
- ✅ In der Regel sehr kostengünstig
- ✅ Keine komplizierten Einstellungen
Nachteile:
- ❌ etwas ungenaue Präzision bei den Messungen
Haupteinsatzgebiete:
- Holz, Wände (Mauerwerk, Putz, Fliesen), Böden
Preis:
Die zwei wichtigsten Messverfahren
Bevor du dich für ein Gerät entscheidest, solltest du das Messverfahren verstehen. Denn nicht jedes Gerät eignet sich für jeden Anwendungsfall.
1. Kapazitive Messung (zerstörungsfrei)
Diese Geräte messen die Feuchtigkeit über ein elektromagnetisches Feld , also ganz ohne die Wand zu beschädigen. Sie eignen sich hervorragend für eine schnelle Ersteinschätzung und großflächige Kontrollen.
- ✅ Vorteile: Zerstörungsfrei, schnell, einfach in der Handhabung
- ❌ Nachteile: Misst nur oberflächennah (bis ca. 4 cm Tiefe), durch Metalle in der Wand beeinflussbar
2. Widerstandsmessung (mit Einstechelektroden)
Hier werden zwei Metallspitzen in die Wand gedrückt. Das Gerät misst den elektrischen Widerstand zwischen den Elektroden. Je feuchter das Material, desto besser leitet es Strom.
- ✅ Vorteile: Sehr genau, besonders gut bei Holz und Putz
- ❌ Nachteile: Hinterlässt kleine Einstichlöcher, nur punktuelle Messung
Worauf du beim Kauf achten solltest
Damit dein Feuchtigkeitsmessgerät auch wirklich verlässliche Ergebnisse liefert, solltest du folgende Kriterien prüfen:
- • Messbereich: Für Wände sollte das Gerät mindestens 0–50 % Materialfeuchte abdecken
- • Materialauswahl: Gute Geräte unterscheiden zwischen Holz, Beton, Estrich und Mauerwerk
- • Messtiefe: Bei kapazitiven Geräten mindestens 2–4 cm
- • Display & Bedienung: Klare Anzeige mit Ampelsystem hilft besonders Einsteigern
- • Kalibrierung: Automatische Kalibrierung sorgt für gleichbleibende Genauigkeit
- • Akku oder Batterie: Längere Laufzeiten sind im Praxiseinsatz Gold wert
Was passiert, wenn Wände feucht sind?
Hält die Feuchtigkeit länger an, bildet sich schnell Schimmel. Spätestens dann hast du ein ernstes Gesundheitsrisiko für die ganze Familie. Gleichzeitig leidet die Bausubstanz: Putz löst sich, Dämmung verliert ihre Wirkung und Heizkosten steigen. Im schlimmsten Fall wird aus einem feuchten Fleck ein teurer Sanierungsfall.
Was kannst du tun?
Der erste Schritt ist, die Ursache zu verstehen. Handelt es sich um aufsteigende Feuchtigkeit im Keller, zu hohe Luftfeuchtigkeit oder einen konkreten Wasserschaden? Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Maßnahmen von Feuchtigkeit im Keller bekämpfen bis hin zu Luftfeuchtigkeit im Keller senken.