Silikon auftragen wie ein Profi
Jetzt geht es ans Eingemachte. Die Fuge ist sauber, alles trocken, das Material liegt bereit. Zeit für den eigentlichen Auftrag.
Die richtige Technik
Wenn du es genau willst: Bevor du die Kartusche anrührst, kannst du beide Seiten der Fuge mit Kreppband abkleben. Das sorgt für saubere Kanten und verzeiht kleine Wackler. Der Abstand zwischen den Streifen sollte etwa der gewünschten Fugenbreite entsprechen, meist so 5 bis 8 Millimeter.
Kartusche vorbereiten: Schneid die Spitze der Kartusche schräg ab. Nicht zu viel auf einmal, sondern lieber erstmal weniger, nachschneiden kannst du ja immer noch. Die Öffnung sollte ungefähr zur Fugenbreite passen.
Gleichmäßig auftragen: Setz die Kartusche schräg an und zieh sie mit gleichmäßigem Druck in einem Zug durch. Nicht ruckeln, nicht absetzen. Lieber etwas mehr Material auftragen als zu wenig, denn Überschuss lässt sich einfach wegstreichen.
Ein Fehler, den ich anfangs selbst gemacht habe: Die Kartusche zu steil halten. Das Ergebnis: Ungleichmäßige Fuge, Material quillt seitlich raus, Frust steigt in den roten Bereich.
Daher: Halte die Kartusche in etwa 45 Grad zur Fuge. So gleitet die Spitze sauber entlang und das Silikon wird gleichmäßig in die Fuge gedrückt.
💡Tipp: Zieh die Kartusche immer in eine Richtung, nicht hin und her. Von links nach rechts oder von oben nach unten.
Mythos Spüli-Wasser
„Nimm einfach Wasser mit etwas Spüli zum Glätten". Diesen Tipp hast du bestimmt schon gehört. Und ja, es funktioniert grundsätzlich aber es gibt einen Haken.
Manche Spülmittel, besonders die bunten oder stark parfümierten, können das Silikon verfärben. Gerade bei weißen Fugen ärgerlich. Außerdem kann zu viel Spüli die Haftung beeinträchtigen.
Die bessere Alternative: Professionelles Glättmittel aus dem Baumarkt. Kostet ein paar Euro, reicht ewig und verhindert zuverlässig, dass das Silikon am Finger oder Fugenglätter kleben bleibt. Einfach aufsprühen, glätten, fertig.
So glättest du sauber: Sprüh etwas Glättmittel auf die frische Fuge und zieh sie mit dem Fugenglätter oder dem angefeuchteten Finger in einem gleichmäßigen Zug ab. Direkt danach das Kreppband entfernen, solange das Silikon noch feucht ist. Sonst reißt du Fäden.